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Mit Musik und guten Ideen:

Plauen zeigt Haltung

Am 08. August 2026 ruft das Projekt M1llion zu einer Demo in Plauen auf. Erwartet werden bis zu 10.000 Menschen. 

Während das Projekt vordergründig mit einem 11-Punkte-Plan die Regierung kritisiert und damit sehr anschlussfähig gegenüber der Bevölkerung wirkt, versammeln sich bei den Organisator:innen Rechtsextreme und deren Meinungen. 
Die Veranstaltung wird von einschlägigen rechtsextremen Kanälen beworben, auf Facebook finden sich in den Kommentaren zur Demonstration menschenfeindliche Äußerungen und die Aufrufe verbreiten antisemitische und völkische Narrative. Dies können wir nicht einfach so stehen lassen. 

Aufruf zum Gegenprotest: 

Um zu zeigen, dass Veränderung nie auf dem Rücken von Minderheiten ausgetragen werden darf und dass Kritik nicht dazu führen darf, dass Rechtsextreme an die Macht kommen, organisieren wir einen Protest. Wir wollen laut und bunt sein. Wir wollen zeigen, dass Plauen nicht schon wieder zum Spielball von Rechtsextremen werden darf und das Erbe von '89 schützen. 

Kommt daher am 08. August nach Plauen, zeigt euch solidarisch und lasst uns den angekündigten Marschtrommeln, dem Hass und den Fahnen eine bunte und offene Gesellschaft gegenüberstellen. 

Wir werden am 08. August an verschiedenen Orten in Plauen Gegenprotest üben:

  • 09:00 Uhr starten wir am oberen Bahnhof (Anmeldung: DIE LINKE Vogtland)
    Die Kundgebung dort wird bis mindestens 14:00 Uhr aufrecht erhalten
  • ab 10:00 Uhr sind wir am Albertplatz (Anmeldung: SPD Vogtland)
    Hier gibt es neben guten Redebeiträgen:
    • Popcorn um die fragwürdige Show zu genießen 
    • Musik von Colt.live (am Vormittag)
    • Musik von Arba Manillah und Band
    • einige tolle Überraschungen
  • Danach begleiten wir das Projekt M1llion mit unseren Kundgebungen:
    • an der Körnerstraße / Neundorffer Str. (Anmeldung: Linksjugend Vogtland) ab 12:00 Uhr
    • am Wendedenkmal am Postplatz Plauen ab 13:00 Uhr (Anmeldung: Bündnis 90 / Die Grünen Vogtland)

An jeder Station halten wir Getränke vor. Ein Awarenessteam wird sich zudem um euch kümmern. 

 

Du hast bis hier gelesen und überlegst selbst zur Demo vom Projekt M1llion zu gehen? Du bist nicht der Meinung, dass du antidemokratisch bist? Wahrscheinlich hast du Recht. Bevor du die Demo besuchst, informiere dich darüber, welche Meinungen bei der Vorgängerdemo in Berlin vertreten wurden: 

Video von Marcant zur Demo in Berlin

Der Populismus des 11-Punkte Plans

Unser Statement

Der 11-Punkte-Plan des Projekts M1llion wirkt zunächst konkret, umsetzbar und einfach. Doch viele der Positionen sind anschlussfähig an die extreme Rechte und das scheint gewollt. So finden sich Formulierungen, die auf eine Delegitimierung demokratischer Institutionen abzielen, etwa indem der sofortige Rücktritt der Regierung gefordert und die Abschaffung der Rundfunkbeiträge mit den Worten "GEZ-Zwangsgebühren" sowie des öffentlich rechtlichen Rundfunks in seiner jetzigen Form verlangt wird.
Komplexe Handlungsfelder der Energie-, Gesundheits- oder Verkerspolitik werden vereinfacht dargestellt und in das populistische Narrativ "Das Volk gegen die Eliten" eingebettet. Vor allem der letzte Punkt des "Migrationsstopps" ist eine zentrale Forderung extrem rechter Akteur:innen. 

In unserem aktualisierten Statement äußern wir uns zum 11-Punkte Plan, welchen wir ausführlich auf unserem Instagram-Kanal thematisieren, zu den Organisator:innen und zu den Teilnehmenden der letzten Demonstration in Berlin. Alle vorliegenden Hinweise führen bei uns zu dem Schluss, dass wir das Projekt ablehnen. 

Das Statement kann als PDF in unserem Downloadbereich heruntergeladen werden.

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